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Was ist Airsoft/Softair?

 

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Bei ?Airsoft? (auch ?Softair? genannt) handelt es sich um einen taktischen Bewegungssport, bei dem die Teilnehmer ihre Mitspieler mit AirSoftGuns (ASGs) markieren.

Das bedeutet es werden 6-8mm große Rundkugeln beschleunigt um Gegenspieler zu treffen und zeitweise von der Erfüllung von Spielzielen abzuhalten.

Bei diesem Hobby ist ein hohes Maß an Fairness erforderlich, da der Getroffene den Treffer selbst anzeigen muss (Keine Farbmarkierungen).

Bei vielen Spielern stehen Taktik und Teamplay im Vordergrund, aber auch Sammelleidenschaften oder das Nachstellen von Militäreinheiten (Reenactment) können befriedigt werden. Extremsport und Survival-Interessen werden ebenfalls mit Airsoft verbunden.

Tarnkleidung, sowie Outdoor- und Militärausrüstung gehören zum normalen Equipment eines Airsoftspielers und dienen in erster Linie dazu spielrelevante Aufgaben effektiv erfüllen zu können.

Neben einem Mindestalter von 14 Jahren ist dieses moderne Hobby jeder Altersgruppe und jedem Fitnesstyp zugänglich.

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Wenn man Airsoft (AS) mit Paintball (PB) vergleichen möchte, sind die größten Unterschiede:

-          Längere und weitaus komplexere Spiele (bis ca. 72h bei MilitarySimulation Operationen inkl. Rollenspiel)

-          Keine Farbmarkierungen, Treffer müssen gesehen, gemerkt oder gehört werden

-          Kleinere Geschosse und mit weitaus weniger Aufprallenergie (Ca. 1,5 Joule bei AS VERSUS ca. 7 Joule bei PB)

-          Vorbildgetreue Feuerwaffennachbildungen die mit Propangas, Strom oder per Muskelkraft betrieben werden

-          Geringere Kosten für die Spielgeräte und Munition

-          In Deutschland kaum einheitliche Strukturen und nicht als offizielle Sportart anerkannt (Anders als im europ. Ausland)

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Geschichte

 

Nachdem Japan den 2. Weltkrieg verloren hatte, wurden Feuerwaffen für die Zivilbevölkerung verboten. Die dortige Industrie begann deshalb Luftdruckreplikate herzustellen, die dem Original zum verwechseln ähnlich sahen, von denen aber kein Gefahrenpotential ausging.

Diese wurden meist mit Federdruck- und Gassystemen betrieben.Später kamen elektrische Varianten dazu.

Heutzutage decken der japanische, taiwanesische und chinesische Markt die ganze Welt ab.

Mit den Jahren und seit der Waffengesetzänderung 2003 findet Airsoft in Deutschland immer größeren Zulauf aus allen Altersgruppen.

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Technik

Airsoftguns sind spezielle Druckluftwaffen (sog. ?Freie Waffen? + ?Anscheinswaffen?). Man unterscheidet zwischen drei verschiedenen Arten von ASGs.

 

Federdruck

Federdruck betriebene ASGs (auch Springs genannt) beschleunigen die Munition durch eine mit der Hand gespannten Feder. Nach jedem Schuss muss die Feder erneut gespannt werden, was eine geringe Schussfrequenz (ROF / rate of fire) zur Folge hat. Im Spielbetrieb ist dieses System kaum im Gebrauch, außer bei manchen Scharfschützengewehren (Sniper).

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Elektrisch betriebene ASGs

Diese Airsoftwaffen tragen auch den Namen AEGs (Airsoft Electric Gun ? in Deutschland auch Semi-AEG genannt). Airsoftwaffen mit einer Geschossenergie unter 0,5 j (Joule) sind in Deutschland frei verkäuflich an Jugendliche die das 14. Lebensjahr erreicht haben und dürfen vollautomatisch feuern.

Bei einer Geschossenergie von über 0,5 bis unter 7,5 j sieht das Gesetz ein Mindestalter von 18 Jahren vor und untersagt vollautomatisches Feuer (deshalb ?S-AEG?). Dieses System ist das am weitesten Verbreiteste.

AEGs werden mit einem Elektromotor betrieben, ein Akku liefert den benötigten Strom. Der Motor treibt eine Feder an (wie bei der Federdruckvariante), spannt und entspannt diese beim Betätigen des Abzuges. Mit dem in der sog. "Gearbox" erzeugten Luftdruck wird die Munition durch den Lauf beschleunigt.

 

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Gas betriebene Airsoft

Die BBs werden bei dieser Art durch ein unter Druck stehendes Treibgas beschleunigt.

Die zur Verfügung stehenden Gase unterscheiden sich in der Stärke und bestimmen die Schusskraft.

Man unterscheidet bei Gas -betriebenen ASGs zwischen Gas Blow Backs (GBB / Gasrückstoß) und Non Blow Backs (NBB / ohne Rückstoß). Der Unterschied liegt darin dass das Treibmittel bei den GBBs auch dazu verwendet wird, dass der nachgebildete Verschluss sich bei Abgabe eines Schusses nach hinten und wieder nach vorn bewegt um die nächste Kugel zu laden. Das sorgt für einen gewissen Rückstoß.

Bei NBBs sind diese Teile nicht beweglich und das Gas wird ausschließlich für die Beschleunigung der BBs genutzt.

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Munition (BBs)

Die abgefeuerten Kugeln werden auch BBs (Baby Bullets) genannt. BBs in den Größen von 4,5mm bis 8mm sind käuflich, wobei 6mm das Standartmaß darstellt. Die Munition besteht vorwiegend aus Plastik oder aus einem biologisch abbaubarem Material. Kugelgewichte zwischen 0,12g und ca. 1g sind möglich.

Gefahren im Airsoft

Trotz des teils martialischen Aussehens ist Airsoft vollkommen ungefährlich.

Blaue Flecke oder Abschürfungen stellen die einzigen ?Verletzungen? dar. Und die sind weitaus weniger akut als z.B. beim Paintball.

Das Tragen einer Schutzbrille ist allerdings oberstes Gebot beim Airsoft ? Die Augen müssen geschützt sein.

Knie- und Ellenbogenschützer, eine Gesichtsmaske, Handschuhe und ein Helm oder eine geeignete Mütze sind optional tragbar.

Abgesehen von der Brille ist es jedem Spieler selber überlassen was er zum Selbstschutz trägt.

Festes Schuhwerk sollte zur Vermeidung von Fuß- und Gelenkverletzungen verwendet werden.

Zusätzlich werden auf den Spielfeldern Sicherheitsabstände und Maximalenergiegrenzen vorgegeben um das Verletzungsrisiko noch weiter zu minimieren.

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Soziales

Airsoft wird von einer sehr heterogenen Gemeinschaft von Menschen gespielt. Alle Altersgruppen und alle sozialen Schichten sind vertreten. Im Vergleich zum Durchschnitt ist der Frauenanteil jedoch gering.

Die Gründe mit Airsoft anzufangen sind ähnlich wie in allen anderen Sportarten auch, sehr verschieden. Teils stehen das Interesse an Waffen und Militär, teils der sportliche Aspekt oder das Rollenspiel im Vordergrund.

Da Fairness und Sicherheit die höchsten Gebote sind, einen sich nahezu alle Spieler in einer hohen sozialen Empathiefähigkeit und Selbstbeherrschung.

Gewaltbereite Gruppen wie z.B. Neo-Nazis finden in der Airsoft-Szene naturbedingt keinen Platz.

Alles in Allem sind wir nicht anders als die Leute auf einem Metal-Festival. Sehen krass aus, sind aber wahnsinnig liebe Menschen ;-)

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Spielmöglichkeiten

 

Woodland

Dabei wird in weitläufigen oder bewaldeten Geländen gespielt und ein hohes Maß an Tarnwirkung der Kleidung und der Ausrüstung kann spielentscheidend sein.

 

CQB (Close Quarter Battles)

Dabei wird in Hallen oder stark bebautem Gelände gespielt. Geringe Entfernungen und schnelle Reaktionen stellen den Kern dieses Geländetyps dar.

 

Speedgames

Schnelle Spiele mit kurzer Dauer. Schwerpunkt: Action . Werden oft auf kleineren CQB-Geländen gespielt.

 

Missiongames

Komplexere und längere Spiele mit unterschiedlichen Aufgaben und einer oftmals großen Spielerzahl.

 

MilSim-Ops

Military Simulation ? Sehr komplexe, sowie langwierige Szenarien mit Rollenspiel und weniger ?Baller?-Action.

Missiongames und MilSim-OPs verwenden meist gut durchdachte Szenarien, bei denen man spezifische Ziele erfüllen muss, welche über das Markieren der Gegenspieler weit hinausgehen. Mögliche Ziele reichen von Flaggen erobern (Capture the Flag) oder dem Eskortieren einer Zielperson (VIP) bis hin zur Beantwortung von Fragebögen oder Informationsgewinnung über Beobachtung.

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